…ist es wieder passiert. Eigentlich passiert es mir andauernd. Und ich rede jetzt nicht von der allseits bekannten Tatsache, dass man grundsätzlich in der Warteschlange steht, in der es am längsten dauert. Das regt mich nur noch in Ausnahmefällen auf, da bin ich total abgeklärt. Nein, ich spreche davon, dass die Kassiererin meine Einkäufe schneller über den Scanner zieht, als ich sie wieder in mein Wagerl räumen kann. Davon, dass ich die Waren direkt in mein Einkaufssackerl verfrachten könnte, wage ich ja schon gar nicht mehr zu träumen (vor ein paar Monaten ist mir das mal gelungen, da war ich aber stolz!).
Die Kassiererin, jung, gebräunt, sorgfältig geschminkt, greift zum ersten Produkt… Halt! Sie muss doch von vorn nehmen! Nicht mit den Eiern beginnen! … piep, piep, piep, liegt vor mir mein Haufen Einkäufe. Und während ich hektisch damit beschäftigt bin, möglichst rasch Ordnung ins Chaos zu bringen, sitzt die junge Dame an der Kassa mit unübersehbar triumphierendem Lächeln da, guckt Löcher in die Luft und trommelt mit ihren Fingernägeln gelangweilt und ausreichend demütigend auf die Kassa (echt jetzt! - und sie macht das auch, wenn niemand hinter mir wartet). Der Druck, der auf mir lastet, ist enorm und während ich in meiner großen, schwarzen Tasche meine kleine, schwarze Geldbörse suche, habe ich einen Schweißausbruch.
